Dresden, den 19.11.1997
Quelle: Presseerklärung der Bürgerinitiative "Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es"
Wenige Tage vorher ist dazu in den Dresdner Massenmedien sehr wenig zu lesen, zu hören oder zu sehen. Dabei handelt es sich bei der Entscheidung um diesen neuen superteuren, überflüssigen Unglücksvogel (in der Nachfolge des Starfighters und anderer moderner "Witwenmacher"?) durchaus um ein Thema, das viele Menschen interessiert und medienwirksam wäre.
Warum berichten die Sächsischen Zeitungen, Radiosender und das MDR-Fernsehen nicht mehr darüber ? Will man uns Dresdnerinnen und Dresdner wieder ins "Tal der Ahnungslosen" zurückwerfen? Ist die Lobby für den Eurofighter so mächtig, daß sie ein Schweigegebot durchsetzen kann? Oder ist es nur die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und vorauseilender Gehorsam bei den in den Medien Beschäftigten?
Ich würde jedoch sehr gern erfahren, wie die Dresdner Bundestagsabgeordneten und auch die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahl 1998 (viele haben sich bereits in Veranstaltungen ihrer Parteien vorgestellt) über diese anstehende Bundestagsentscheidung am 26.11.1997 denken? An mehr Informationen über die von den "Ärzten in sozialer Verantwortung" und der "Sächsischen Friedensinitiative" und anderen durchgeführten Aktionen gegen den Bau des Eurofighters wäre ich auch sehr interessiert.
Übrigens, jede Blockade kann auch durch eine Gegenblockade vieler Menschen, die sich einig sind, beantwortet werden.
Mit meiner Bitte um Veröffentlichung dieses Briefes ist ein Test verbunden. Ob Sie bis Sonnabend, dem 22.11.1997, reagieren werden ?
Also, der Test läuft.
PS: Dieser Text wurde heute am 19.11.1997 der Sächsichen Zeitung, den Dresdner Neuesten Nachrichten, dem MDR Fernsehen und dem MDR- Rundfunk, Abteilung Politik, zugefaxt.