Unionspolitiker für Eurofighter

24. 06. 1997 (Quelle: dpa)


Führende Unionspolitiker haben die Anschaffung des seit langem heftig umstrittenen Kampfflugzeuges Eurofighter für die Bundeswehr befürwortet. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, Wolfgang Schäuble, meinte am Montag in Bonn, man habe sich entschlossen, den Weg der Rüstungskooperation mit den drei anderen Partnern - Großbritannien, Spanien und Italien - zu gehen. Jetzt müsse diese Kooperation auch miteinander zum Erfolg geführt werden. Die Luftwaffe brauche eine neue Maschine, weil veraltete Flugzeuge abgelöst werden müßten. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) bezeichnete im Kölner "Express" den Eurofighter als Schlüsselprojekt für die deutsche Luft-, Raumfahrt und Verteidigungsindustrie. Er setze maßgeblich den Standard, den Deutschland in diesen wichtigen Technologiebereichen in den nächsten Jahren haben müßte. Mit einem Nein zu einer Beteiligung am Eurofighter "würden wir in Europa unsere System- und Kooperationsfähigkeit" einbüßen. Für die Bundesluftwaffe sollen bis 2015 rund 180 Eurofighter angeschafft werden. Der Systempreis pro Stück - ohne Bewaffnung - soll bei 125,4 Millionen Mark liegen. England will 232 Maschinen kaufen, Italien 121 und Spanien 87.

Created: 27.06.1997 Updated: 30.12.1998