STOPPT den EUROFIGHTER 2000

Für sinnvolle zivile Alternativen !

Steuerzahler aufgepaßt !

Ende November 97 fällt der Bundestag die Entscheidung über die Beschaffung des Eurofighter 2000, ein Jagd- und Kampfflugzeug - vormals auch Jäger 90 genannt ! Ein Fachgutachten spricht angesichts des Endes des Kalten Krieges von einem überaus teuren, industriepolitischen Programm von zweifelhaftem Nutzen. Zur Landesverteidigung wird der Eurofighter eigentlich nicht mehr gebraucht, bestenfalls für Kriegseinsätze der Bundeswehr fern der Heimat oder den Rüstungsexport. Die Bundesregierung läßt bei ihren Haushaltskürzungen kaum einen Bereich der Sozialpolitik aus und streicht die Unterstützung gerade für Arme, Arbeitslose, Alte und Kranke zusammen. Gleichzeitig macht sie beim Sparen einen großen Bogen um das Rüstungsprojekt Eurofighter, welches Unsummen von Steuergeldern verschlingt.

Gigantische Verschwendung

Geplant ist derzeit der Kauf von 180 Flugzeugen mit einem Systempreis von bis zu 170 Millionen DM pro Stück inkl. Bewaffnung lt. aktuellem Gutachten des Bundesrechnungshof vom Sommer 97. Die deutschen Gesamtausgaben für das Rüstungsprojekt betragen somit gut 30 Milliarden DM!
Es können genausogut auch noch viel mehr sein, mit den üblichen Preissteigerungen und Folgekosten, wie man am Beispiel des Tornado gut sehen kann. Hinzu kommen die Nutzungskosten, welche erfahrungsgemäß noch einmal doppelt bis dreifach so hoch sind wie die Beschaffungskosten. Die Entwicklungskosten des Eurofighter sind nicht mit eingerechnet und belaufen sich schon jetzt auf 8 Milliarden DM.

Krasses Mißverhältnis

Bei dem Eurofighter handelt es sich übrigens nur um eines - allerdings das größte - von vielen milliardenschweren Rüstungsprogrammen der BRD. Gleichzeitig sind z.B. für Friedensforschung, Konfliktprävention und Zivilen Friedensdienst so gut wie keine Mittel da - nur 0,01 % der Militärausgaben, das sind gerade mal 1 / 10.000 (selbst mit UNO-Beiträgen sind es immer noch unter 0,5%)!

Arbeitsplätze für Wenige

Freilich stehen bis zu 9.000 Arbeitsplätze über 14 Jahre bei der DASA (einer Daimler-Benz Tochter) und den Zulieferbetrieben auf dem Spiel. Dies ist u.a. eine Folge der nicht ausreichenden Bereitschaft zur Rüstungskonversion (Umstellung auf zivile Fertigung) in den letzten Jahren, welche viel sinnvoller gewesen wäre.

Im Sozial-, Pflege-, Kultur- und Umweltbereich, im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie im Bereich ziviler Zukunftstechnologien lassen sich jedoch mit den Eurofighter-Geldern das 1,5 bis 4 fache an dringend benötigten Arbeitsplätzen schaffen!

Wir haben die Wahl

1 Eurofighter dürfte alles in allem ca. 170 Millionen DM kosten. Damit könnte man z.B. :

30 Milliarden DM sind viel Geld , z.B. :

Es ist zu schaffen !

Jeder kennt weitere Beispiele, wo Geld für sinnvolle öffentliche Aufgaben in Bund, Ländern und Gemeinden dringend benötigt wird. Unser kreatives Denken und politisches Handeln ist gefragt. Wenn wir in den kommenden Wochen und Monaten genügend politischen Druck entfalten, können der Eurofighter und andere fragwürdige Rüstungsprojekte verhindert werden. Dann werden erhebliche Mittel für andere wichtige Aufgaben in unserer Gesellschaft frei !

Viele kleine Leute
an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Schritte tun,
können das Gesicht der
Welt verändern !

Das können Sie tun:

  • Bestellen und verteilen Sie dieses Faltblatt! (über IPPNW kostenlos in beliebiger Stückzahl erhältlich, ebenso Plakate, Kinodias und Rundfunkbeiträge).
  • Fordern Sie das Aktionspaket von Netzwerk Friedenskooperative an (5,00 DM in Briefmarken beifügen) Bundesweite Aktionswochen 9.-23. November mit Postkarten und Umfragen. - Machen Sie mit!
  • Sprechen Sie die Bundestagsabgeordneten vor Ort in Ihren Wahlkreisen direkt auf den Eurofighter an !
  • Schreiben Sie Leserbriefe in an Ihre Zeitung ! Schalten Sie (Klein)Anzeigen. Nutzen Sie die lokalen Medien (z.B. Vereine, Kirchen, Gewerkschaft).
  • Sprechen Sie mit Ihren Freunden und Nachbarn sowie den Kollegen am Arbeitsplatz über den Eurofighter und sinnvolle zivile Alternativen !
  • Wenden Sie sich auch an Gewerkschaften, Kirchen, Verbände und die Medien !

Und die Parteien ?

Während die Oppositionsparteien den Eurofighter klar ablehnen, ist das Rüstungsprojekt selbst in den Regierungsparteien umstritten. Fragen Sie nach! Im Folgenden die Bundestagsfraktionen der Parteien und deren Arbeitskreise zum Thema Verteidigung; Anschrift jeweils Bundeshaus, 53113 Bonn :

Bitte weitergeben!

Dieses Flugblatt wird unter anderem unterstützt von:
IPPNW, Pax Christi, Versöhnungsbund, Deutsche Friedensgesellschaft / Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Arbeitsausschuß Friedensratschlag Kassel, Darmstädter Signal, Ohne Rüstungs leben (ORL), Naturwissenschaftler- Initiative 'Verantwortung für den Frieden', Rüstungs Informationsbüro Baden-Württemberg (RIB), Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, Friedensseminare Meißen und Königswalde, Bund für Soziale Verteidigung (BSV), Pädagogen und Pädagoginnen für den Frieden, ...

Ihre Spende ermöglicht wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit:
IPPNW, Sparkasse Rastatt-Gernsbach, Kto. 60016474, BLZ 665 500 70. Stichwort 'Eurofighter'
Eine Spendenquittung wird ab 100,00 DM ausgestellt.

Kontaktadressen & Infos
zum Eurofighter :

Zentrale Koordinationsbüros der Kampagne 'Jäger 2000 stoppen - Soziale Sicherheit schaffen':

Weitere Informationen erhalten Sie von:

IPPNW

Ärzte in sozialer Verantwortung;
Internationale Ärzte für die
Verhütung des Atomkrieges;
Empfänger des Friedensnobelpreises 1985

V.i.S.d.P. : Dr. med. S., c/o IPPNW, Körtestr.10, 10967 Berlin 030-6930244, Fax 693 8166. - Stand : 21.10.97


Diese Seite kann als dreiteiliges Faltblatt im Word-Format zur Verwendung als Kopier- oder Druckvorlage geladen werden (Größe: 420 kB)

Dieses Faltblatt ist auch als DIN A4-Flugblatt über IPPNW erhältlich !


Weitere Informationen zum Thema Eurofighter gibt es auf unserer Homepage und bei 'Norbert's Bookmarks' für engagierte Leute in der Rubrik Eurofighter

Created: 25.01.97 Updated: 30.12.1998