02. 07. 2000 (Quelle: Focus)
Die Beschaffung des Jagdflugzeugs Eurofighter 2000 für die Bundeswehr wird offenbar viel teurer als erwartet. Unter Berufung auf einen Bericht des Bundesrechnungshofs an den Haushaltsausschuss des Bundestags berichtet FOCUS über Mehrkosten von etwa sechs Milliarden Mark.
Nach bisheriger Planung sollte der Eurofighter 23 Milliarden Mark kosten. Ursache für die steigenden Kosten sind sogenannte "Preisvorbehalts"-Klauseln in den Verträgen des Verteidigungsministeriums mit der Rüstungsindustrie. Mit Hilfe derartiger Vertragsregelungen können Firmen die Festpreise für langfristige Rüstungsvorhaben nachträglich aufstocken.
Kritisch merken die Prüfer des Rechnungshofs an, dass die von der Wehrindustrie kalkulierten Preissteigerungen seit Jahren deutlich höher ausfallen als im Zivilbereich. Allein für die Beschaffung der 60 Milliarden Mark teuren "fliegenden Waffensysteme" in den kommenden 15 Jahren drohen dem deutschen Steuerzahler Mehrausgaben in Höhe von 15 Milliarden Mark.